Segeln zu neuen Horizonten

Segeln zu neuen Horizonten

Auch der bestmöglich vorbereitete Bewerber kann nur einen neue Stelle erkämpfen, wenn diese von einem Unternehmer geschaffen wird.

In meiner Rubrik „Optionen“ weise ich in unregelmäßigen Abständen auf unternehmerische Initiativen hin. (Leider fehlte mir in den letzten Wochen die Zeit, aktuelle Beispiele hinzuzufügen. Ich nehme aber auch gern Gastbeiträge auf!)

Die Unternehmer, welche Arbeitsplätze schaffen, sind in den meisten Fällen andere Personen.

Man kann aber auch sein Schicksal selbst in die Hand nehmen. Dazu sind Visionen und Wissen erforderlich.

Und ein gesellschaftliches Klima, welches den jungen Unternehmer ermutigt.

Wie steht es mit diesem Klima in unserem Land?

Zwei Beiträge aus den letzten Wochen haben mich zum Nachdenken angeregt.

1. Die Wochenzeitschrift „Die Zeit“ veröffentlichte am 21. Mai ein ausführliches Interview mit Larry Page, einem der Gründer von „google“. Er stellt dort seine Visionen dar, wie er mit seinem Kapital und den Möglichkeiten moderner Technologien die Welt verbessern möchte.

An diesem Punkt beginnt in Deutschland recht häufig eine Diskussion, welche Gefahren lauern könnten. Diese Diskussion möchte ich hier nicht eröffnen. Ich möchte nur mein Gefühl nach dem Lesen des Artikels schildern:

„Toll, dieser Mensch hat Visionen! Er sieht Probleme und sucht nach Lösungen.“ –>Aufbruchstimmung kommt auf.

Wird Deutschland zukünftig eine Rolle bei der Nutzung des Internets spielen? Larry Page hat da eine klare Meinung:

„Wäre ich heute Jungunternehmer und hätte die Wahl, meine Internetfirma in Deutschland oder im Silicon Valley aufzumachen, mir fiele die Entscheidung nicht schwer. Und die Regulierung wird eher noch schlimmer in Europa.“

2. Ganz zu dieser Meinung passt die zweite Meldung.

Am Donnerstag schulte ich in einem Unternehmen fortgeschrittene Excel-Anwender. Anschließend hatte ich noch eine kurzes, positives Gespräch mit einem der Schulungsteilnehmer. Gut gelaunt stieg danach in meine Auto und hörte gerade noch den Teil einer Meldung über eine Sitzung der Regierungskoalition auf Schloss Meseberg. Man hatte sich versammelt, um die Gesellschaft auf die „Industrie 4.0“ vorzubereiten.

Folgende Stichwörter aus der zusammenfassenden Reportage blieben bei mir hängen:

  • „… die Menschen heranführen …“
  • „… Frist von 2 Jahren …“
  • „… nicht überfordern …“
  • „… Gefahren beachten …“
  • „… Selbstausbeutung beim Lernen vermeiden …“
  • „… Die Unternehmen in die Pflicht nehmen …“ (dabei kam ich ja gerade aus einer vom Unternehmen finanzierten Schulung)

Entsteht so Aufbruchstimmung? Wollen wir so den Wirtschaftsstandort Deutschland fit für die Zukunft machen?

Ich brauche bestimmt nicht daran zu erinnern, dass google nicht nur im Internet aktiv ist. Die ersten „google-cars“ fahren schon. Der wirtschaftliche Erfolg in Deutschland ist zu einen hohen Anteil von der Autoindustrie abhängig! (Meine Wünsche als Kunde an eine zukunftsorientierte Autoindustrie hatte ich schon in meinem Artikel vom 17. Februar formuliert).

Ich habe mir heute den Bericht der Bundesregierung zu der genannten Tagung im Internet angeschaut –> keinerlei konkrete Beschlüsse.

  • War diese Tagung den Aufwand wert?
  • Was kann/muss eine Regierung überhaupt beeinflussen?

Wer heute eine Idee hat, dem stehen unzählige Möglichkeiten offen, an das notwendige Wissen und auch an Kapital zu kommen. (siehe auch meine Artikel zum Lernen im Internet vom 1. Dezember und 5. Dezember sowie zum crowdfunding)

Auch und gerade Dank solcher Menschen wie Larry Page.

„In 20 Jahren wirst du die Dinge, die du nicht getan hast, mehr bedauern, als deine Taten. Also, mach die Leinen los, verlasse den sicheren Hafen. Fang den Wind in deinen Segeln, erforsche, träume, entdecke.“ (Mark Twain)

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