Perfekt vorbereitet ins Vorstellungsgespräch

Gisela Braune - Atelier für Farb-, Stil- und Imageberatung

Gisela Braune

Ich freue mich sehr , dass ich für das heutige Thema „Perfekt vorbereitet in Vorstellungsgespräch“ Frau Gisela Braune als Gastautorin gewinnen konnte. Frau Braune ist Inhaberin vom „Atelier für Farb-, Stil- und Imageberatung“ in Dresden und berät seit mehr als 20 Jahren Unternehmen und Einzelpersonen in Farbe, Stil und Image. Von ihrem Wissen und langjährigen Erfahrungen kann jeder Kandidat profitieren, der sich auf den so wichtigen Termin eines Vorstellungsgespräches vorbereitet.

Das Vorstellungsgespäch und Ihr Outfit

Vorstellungs- und Bewerbungsgespräche sind in einer Zeit hoher Arbeitslosigkeit für den einzelnen von oft existentieller Bedeutung. Deshalb sollte man dem gesamten Outfit – also der Kleidung, der Frisur, der Kosmetik und der Brille- ganz besondere Aufmerksamkeit widmen.

Hier geht es im wörtlichen Sinn darum, ein gutes Bild von sich selbst abzugeben und einen guten ersten Eindruck zu hinterlassen. Alles, was andere Menschen an Ihnen sehen, spricht für Sie oder gegen Sie, noch bevor Sie die Möglichkeit haben, Ihr Wissen unter Beweis zu stellen. Ihre Gesprächspartner mögen sich Ihrer Erfahrungen und großartigen Leistungen gar nicht bewusst sein, sondern nehmen zuallererst Ihr Gesamterscheinungsbild wahr und beurteilen Sie.

Deshalb ist es wichtig, sich entsprechend Ihrer Persönlichkeit und der Branche, für die Sie sich bewerben, zu kleiden, zu frisieren und sich zu benehmen. Sie sollten möglichst authentisch wirken, Ihr Outfit sollte sowohl zu Ihnen als auch zu der Umgebung, in der Sie sich befinden, passen.

Natürlich geht es bei Einstellungsgesprächen nicht nur um Kleidung. Kurze präzise Antworten auf sachliche Fragen, die Vorlage von Zeugnissen und Beschäftigungsnachweisen chronologisch in einer Mappe zusammengefasst- sind ebenfalls wichtig. Bei Bewerbungen im höheren und mittleren Management dürften die Anforderungen, die an Kleidung und Auftreten gestellt werden, überall in etwa gleich sein. Sollte man hier versuchen, eine generelle Regel vorzugeben, dann könnte diese vielleicht lauten, alles zu vermeiden, was allzu übertrieben wirkt und von der Arbeit ablenkt.

Je kreativer die Branche, umso mehr geht auch in Sachen Outfit. Am besten ist es, vorher im Internet zu recherchieren oder Mitarbeiter zu befragen, ob es eine Kleiderordnung gibt. Meist gibt es allerdings einen ungeschriebenen Dresscode. Wenn man niemanden kennt, stellt man sich mal auf den Parkplatz und beobachtet die Menschen, die dort arbeiten. Mit einem Anzug oder einem Kostüm in einer neutralen Farbe macht man kaum etwas falsch. Frauen dürfen weiblich wirken, dennoch ist eine zurückhaltende Kleidung angebracht. Der neueste Mode-Gag ist oft unpassend für die Arbeit, beispielsweise knallige Modefarben, bunte Extensions (eingearbeitete Haarsträhnchen), Leggings oder ein komplettes Lederoutfit. Je mehr Haut Sie zeigen, umso mehr Autorität geben Sie preis, also keine zu kurzen Röcke, keine zu tiefen Ausschnitte und keine bauchfreie Kleidung. Bedecken Sie auch im Hochsommer Ihre Schultern durch angeschnittene Ärmel. Mit einer schicken Bluse oder einem Kleid sind Sie immer auf der sicheren Seite. Und mit eleganten schlichten nicht zu hohen Schuhen, die vorn geschlossen sein sollten, komplettieren Sie das Outfit.

Ihr Make-up sollte ein Image-Make-up sein, je nach Persönlichkeitstyp mehr oder weniger dezent und eher augenbetont und nicht zu glitzernd. Lange Haare bedeuten für manche Chefs, dass Sie jung und unerfahren sind, Sie können es mit einer schönen Haarspange (bitte keine Haarschleife) zusammenhalten.

Mit Accessoires zeigen Sie Ihre Stilpersönlichkeit und selbst wenn diese auffälliger sind, sollten sie ins Gesamtbild passen. Skeptisch wirken Sie in einer Halbbrille, wenn Sie über den Fassungsrand schauen. Auch getönte Brillen, die Ihre Augen nicht erkennen lassen, sind nicht empfehlenswert.

Taschen oder Handtaschen in Lederoptik eignen sich besser für das Vorstellungsgespräch als Stoffbeutel. Vermeiden Sie bitte auch ein aufdringliches Parfüm und abgeblätterten Nagellack.

Nicht viel anders stellt sich die Situation für Männer dar. Ein Anzug oder eine Kombination in neutraler Farbe z. B. in einem Anthrazit als hervorragende Kombinationsfarbe zu Hemden und sofern Sie sich in der Finanz- oder Beraterbranche bewerben, zu sämtlichen Krawattenfarben. Allerdings sollte die Krawatte Ihrem Persönlichkeitstyp und Ihrem Farbtyp entsprechen. Die Farbe darf Sie frisch aussehen lassen und das Muster Ihren Denktyp signalisieren. Analytisch wirken Streifenkrawatten, geometrische Muster oder Karos, intuitiv wirken Sie mit Paisleymuster oder Punkten. Außerdem sollte die Krawatte in aktueller Länge gebunden werden, die Spitze der Krawatte bedeckt momentan die Hälfte der Gürtelschließe. Tragen Sie bitte immer ein Langarmhemd dazu. Kurzarmhemden gelten im Job als altmodisch. In mehr handwerklich orientierten Wirtschaftszweigen ist schon berufsnahe Kleidung im sportlich-städtischen Look angebracht. Denkbar sind dunklere Jeans kombiniert mit einem farbigen oder sportlich gemusterten Hemd eventuell mit Weste, einem Blouson oder einem lässigen Sakko.

Je lässiger der Dresscode, umso edler sollte die Qualität der Kleidung sein. Achten Sie bitte auf einen guten Gürtel und gepflegte Schuhe. Tragen Sie besser Socken, die etwas länger sind, sogenannte Business-Socken. Für den ersten Eindruck bedecken Sie vorsichtshalber Tattoos und entfernen Sie Gesichtspiercing.

Gisela Braune Atelier für Farb-, Stil- und Imageberatung

Stilberaterin Gisela Braune

Ich danke Frau Gisela Braune herzlich für Ihren Beitrag. So gut vorbereitet, haben Sie nun besten Grundlagen für ein erfolgreiches Vorstellungsgespräch gelegt. Zu Fragen des Inhalts und eines typischen Ablaufes schreibe in im kommenden Beitrag.

Bis dahin eine wünsche ich Ihnen eine gute Woche, viel Erfolg in allen Ihren Unternehmungen und

„Scheitern ist keine Option“

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