Nie mehr scheitern!

In den letzten Jahren habe ich ungezählte Interviews mit Bewerbern geführt. Viele sprachen mich dabei auch an und wollten wissen, wie sie Ihre Erfolgsquote verbessern können. Sie waren unzufrieden mit dem Verhältnis zwischen Aufwand und Ergebnis.

Oft werden mir Fragen wie diese gestellt: Ich denke, wir haben einen Fachkräftemangel, aber trotzdem stellt mich kein Arbeitgeber ein!? Habe ich mit über 50 Jahre überhaupt noch eine Chance auf dem Arbeitsmarkt? Ist es richtig, dass eine hochwertige Bewerbungsmappe mit viel farblicher Gestaltung meine Chancen erhöht, in die nächste Auswahlrunde zu kommen? Ist ein Foto auf dem Lebenslauf vorgeschrieben? Wie sollte ich meine Gehaltsvorstellungen formulieren?

Ein Problem für viele Bewerber ist, dass sie nie ein offenes Feedback zu ihrem Handeln und Auftreten in einem Bewerbungsprozess erhalten. Das ist jetzt kein Vorwurf an die Beteiligten, sondern ergibt sich ganz einfach aus den Rahmenbedingungen des Prozesses. Besonders seit der Einführung des „Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetzes“ (AGG) in Jahr 2006 scheuen sich alle Entscheidungsträger, dem Kandidaten klare Auskünfte zu den Chancen seiner Bewerbung zu geben. Man hat die verständliche Befürchtung, damit seine Entscheidung rechtlich angreifbar zu machen. Ich weiß noch, wie mit dem Inkrafttreten des AGG eine regelrechte „Schulungsindustrie“ entstand. Auf Seminaren wurden alle möglichen Szenarien dargestellt, wie und in welcher Höhe abgelehnte Bewerber den potentiellen Arbeitgeber verklagen können. Mir ist zwar aus meiner Praxis noch kein konkreter Fall bekannt geworden, bei dem wirklich eine Klage eingereicht wurde. Aber die Befürchtung davor lässt alle Beteiligten extrem vorsichtig agieren. Das trifft natürlich auch auf die Unternehmen zu, die als Personaldienstleister und -vermittler arbeiten. Diese sind besonders vorsichtig, einerseits um Ihre Kunden nicht in Schwierigkeiten zu bringen. Andererseits fürchten sie, ihren Ruf am hart umkämpften Markt der Personaldienstleistungen zu schädigen.

Was hat das für Auswirkungen auf den den Bewerber? Voranstellen möchte ich, dass sehr viele Mitarbeiter in den Personalabteilungen und bei den Dienstleistungsunternehmen mit Ihren Bewerbern sehr verbunden sind. Nicht nur um Erfolg beim Vorgesetzten oder beim Kunden zu haben, sondern auch aus persönlicher Sympathie wünschen Sie „ihren“ Kandidaten den Erfolg im Auswahlprozess. Aus den oben genannten Gründen können Sie aber dem Menschen kein ehrliches Feedback geben und müssen sich hinter allgemeinen, „rechtlich sicheren“ Formulierungen verstecken. Dabei entscheiden oft Kleinigkeiten über Erfolg oder Misserfolg in einem Bewerbungsverfahren. Ich möchte in diesem Blog zur Bewerberberatung als Privatperson und rechtlich völlig unverbindlich über meine jahrelangen Erfahrungen berichten. Wenn der eine oder andere Kandidat meine Erfahrungen nutzen kann, um erfolgreicher beim nächsten Gespräch abzuschneiden, würde mich das freuen und wenn ich dazu ein Feedback erhalte, umso mehr.

Natürlich nehme ich gern Ihre Fragen und Anregungen auf, um die nächsten Blog-Beiträge für Sie so nützlich wie möglich zu gestalten. Über den kostenlosen Newsletter informiere ich Sie gern über das Erscheinen neuer Beiträge. Die Eingabe Ihrer E-Mail-Adresse in der rechten Seitenleiste ist ausreichend. Sie können diesen Newsletter jederzeit wieder abbestellen.

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