Keiner stellt Maschinen ein

„Keiner stellt Maschinen ein“

… sage ich immer meinen Klienten in der Bewerberberatung.

Ich will sie damit ermutigen, sich beginnend vom ersten Kontakt an dem zukünftigen Arbeitgeber als Persönlichkeit zu präsentieren.

So empfehle ich den Kandidaten, schon im Lebenslauf unter „Persönliche Interessen“  ihr „Gesicht“ zu zeigen. Im Artikel „Persönliches in Bewerbungsunterlagen – Booster oder Karrierekiller“ vom vergangenen November habe ich darüber schon geschrieben.

Sich nicht nur in die Bewerbung zu „verbeißen“, sondern sich auch mit anderen Themen zu beschäftigen, hat aber auch noch einen zweiten positiven Aspekt.

Gerade in Phasen mit hoher Anspannung sollten Sie sich zwingen, nicht nur an die Arbeit oder den gewünschten Erfolg im „Bewerbungsmarathon“ zu denken.

Sie werden verkrampfen. Die Wahrscheinlichkeit, in eine „Spirale nach unten“ zu kommen, ist recht hoch.

Daher mein Tipp (auch aus persönlicher Erfahrung):

Reservieren Sie sich am Tag eine halbe bis eine Stunde, in der Sie sich bewußt mit Themen abseits der Arbeit beschäftigen.

Mit Themen, die Sie interessieren, vielleicht aber auf dem ersten Blick keinen direkten Nutzen bringen. Diese Beschäftigung wird sich aber langfristig auszahlen. Sie erweitert Ihr Blickfeld und macht Sie kreativ.

Mit der Zeit werden Sie auch für Ihre Bewerbung Nutzen verspüren. Denn Sie erscheinen nicht als „Fachidiot“, sondern als eine Persönlichkeit mit breiten Interessen.

Als ein Mensch, der in der Lage ist,

  • fachübergreifend Zusammenhänge zu erkennen,
  • Ideen abseits ausgetretener Pfade zu entwickeln
  • und somit langfristig dem Unternehmen nutzen zu stiften.

Soweit mir bekannt ist, nutzen weitblickende Unternehmen diesen Effekt schon heute bewusst. So habe ich über „google“ gelesen, dass sich dort die Mitarbeiter an einem Tag in der Woche mit einem ganz eigenen Projekt beschäftigen dürfen.

Was hat mich ich den letzen Tagen und Wochen abseits der Arbeit fasziniert?

Der Sonnenuntergang von der Marsoberfläche aus gesehen:

http://www.jpl.nasa.gov/spaceimages/details.php?id=pia19401

Die Sequenz wurde vom Mars-Rover „Curiosity“ aufgenommen.

Werden jemals Menschen diesen Anblick sehen? Was treibt immer wieder Menschen, an unbekannte Orte zu kommen?

Eines der gegenwärtigen Marsprojekte wird von Dennis Tito finanziert – „Inspiration Mars“.

Er hat zu seinen Motiven gesagt:

„Ich garantiere Ihnen, ich werde am Ende viel ärmer sein. Doch meine Enkelkinder werden aus der Inspiration, die diese Mission ihnen geben wird, wohlhabender hervorgehen.“

„Pale blue dot – blassblauer Punkt“ – Das aus der größten Entfernung aufgenommene Foto von der Erde:

http://de.wikipedia.org/wiki/Pale_Blue_Dot

An Bilder der Erde aus dem erdnahen Raum haben wir uns inzwischen gewöhnt.

Dieses Foto zeigt mir aber , wie „unwichtig“ wir im Universum sind. Wenn wir mit diesem „blassblauen Punkt“ nicht sorgsam umgehen – das Weltall dreht sich weiter.

Das Gemini-Programm der USA

Im Osten fast verschwiegen, insgesamt im Schatten der Apollo-Mission.

Aber ohne die bei den Gemini-Missionen gewonnenen Erkenntnisse und praktischen Erfahrungen wäre die Landung auf dem Mond nicht möglich gewesen.

Zu dem Projekt habe ich eine besondere Beziehung:

Im vergangenen Jahr hatte ich die Möglichkeit, in einer Gemini-Kapsel zu sitzen.

Gemini-Kapsel

Gemini-Kapsel

Erst danach sind mir die Herausforderungen an die Astronauten richtig bewusst geworden:

So dauerte der längste Flug 13 Tagen, 18 Stunden und 35 Minuten. Mehr Platz, als Sie auf dem Foto sehen, hatten die Astronauten nicht. Dazu aber noch einen Raumanzug an. Der Schleudersitz, der im Museum ausgebaut war, nahm ebenfalls noch Platz weg. In dieser Umgebung arbeiten, schlafen, essen … 14 Tage lang!?!

Was für ein Forscherdrang!

Mit Muskelkraft toasten

Um unser „Mini-Raumschiff“ Erde zu erhalten, müssen wir mit dem auskommen, was uns darauf mitgegeben wurde.

Wie schwer es ist, mit eigener Kraft eine Scheibe Toast zu bräunen, zeigt ein Experiment aus Stockholm:

Wenn die fossilen Brennstoffe verbraucht sind, müssen die Erneuerbaren Energien marktreif sein. Der Strom kommt nicht einfach so aus der Wand.

Diesem Thema widmet sich auch der Versuch,

mit einem Solarflugzeug ohne zusätzliche Energie erstmals die Welt zu umrunden:

http://www.solarimpulse.com

Übrigens steht der Pilot vor ähnlichen Herausforderungen wie die Gemini-Besatzungen. Beim längsten Teilstück Japan – Hawaii wird er sechs Tage allein in seiner engen Kabine fliegen. Gegenwärtig wartet die Crew auf ein geeignetes „Wetter-Fenster“, um diesen großen Sprung zu wagen.

Was hat Sie in letzter Zeit besonders inspiriert?

Wie lenken Sie sich ab, wenn Sie in die „Arbeitsfalle“ laufen?

Ich freue mich über inspirierende Ideen und Kommentare und wünsche Ihnen eine interessante Woche!

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