Investor für Superkondensatoren in der Lausitz

Lausitz - Braunkohle und Erneuerbare Energien

Viele meiner interessierten Leser werden sicher schon verfolgt haben, dass sich mit Skeleton Technologies ein Investor für die Lausitz angekündigt hat. Das Unternehmen wurde in Estland gegründet, hat dort sein Entwicklungszentrum und will in Ostsachsen einen Fertigungsstandort etablieren.

Durch diese Meldung bin ich auf die Superkondensatoren aufmerksam geworden, ein elektronisches Bauelement, welches in der öffentlichen Debatte rund um die Erneuerbaren Energien bisher kaum erwähnt wurde.
Die Superkondensatoren (im englischen Sprachraum supercapacitors oder ultracapacitors) positionieren sich im Bereich der Energiespeicher zwischen den klassischen Kondensatoren und den Akkumulatoren. Sie haben zwar eine geringere Speicherkapazität als die Akkus, lassen sich aber deutlich schneller und häufiger als Akkumulatoren wieder aufladen.
Superkondensatoren werden somit zwar nicht das grundsätzliche Problem der Elektromobilität, die zu geringe Reichweite, lösen. Im Internet findet man aber schon verschiedene Anwendungen, die mir sehr praktisch erscheinen.

So kann man einen elektrischen Schraubendreher kaufen, der sich innerhalb von weniger als 2 Minuten aufladen lässt. Die Laufzeit ist zwar deutlich geringer als die eines mit klassischem Akku betriebenen Schraubendrehers. Ich denke aber, dass im Heimwerker-Alltag der leere Akku, wenn man ihn braucht, häufig das größere Problem ist. Und oft will man ja nur wenige Schrauben eindrehen.

Bei meinen Recherchen bin ich auch auf ein sympathisches Unternehmen aus Portland/Oregon gestoßen. Das Unternehmen “blueshift“ ist in der open-source Szene tätig. Es bietet transportable Lautsprechersysteme an. Diese lassen sich nach Unternehmensangaben innerhalb weniger Minuten aufladen und laufen anschließend für ca. 6 Stunden. Interessant finde ich auch das Finanzierungskonzept. Die Firmengründer nutzen die Crowdfunding-Plattform „crowdsupply“. Ich halte crowdfundig für eine sehr interessante Möglichkeit, um dem „Fördermittel-Dschungel“ und der damit verbundenen Bürokratie zu entgehen.

Ich wünsche den Investoren von Skeleton Technologies viel Erfolg bei ihrem Vorhaben. Da sie kein konkretes Datum für ihren Produktionsstart auf ihrer Webseite nennen, habe ich eine entsprechende Anfrage gestartet. Sobald ich eine Antwort erhalte, werde ich diese veröffentlichen.

Ich würde mich freuen, an dieser Stellen über konkrete Projekte berichten zu können, bei denen die Superkondensatoren schon angewendet werden. Vielleicht könnte das sogar helfen, die Entscheidung für den Produktionsstart zu beschleunigen.

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