Ganz von vorn denken

Ganz von vorn denken

Nicht selten kommt in meinen Gesprächen mit Bewerbern der Punkt, wo wir beide merken:

Wir könnten noch lange an Formulierungen in den Bewerbungsunterlagen feilen. Aber das Problem der Erfolglosigkeit liegt schon Jahre zurück – es ist am Zeitpunkt der Berufswahl entstanden.

Ich weiß, dass sowohl bei den Eltern wie auch bei jungen Menschen gegenwärtig eine große Verunsicherung bei der Berufsorientierung herrscht:

„Welchen Beruf kann ich ergreifen? Die Tätigkeit soll mich ausfüllen. Aber der Job soll mich auch nicht „auffressen“. Zugleich möchte ich aber stabil ein gutes Einkommen in meinem Berufsleben erzielen können.“

Bei der Jugend

wird dieses Dilemma seit einigen Jahren in der Literatur unter dem Schlagwort „Genration Y“ beschrieben. Personaler und Unternehmern sehen diese Auffassungen mit zwiespältigen Gefühlen. Die jungen Menschen erscheinen sehr „zerrissen“:

  • sie sind sehr gut ausgebildet
  • besonders die akademische Jugend hat internationale Erfahrungen
  • viele junge Menschen sprechen mindestens eine Fremdsprache sehr gut
  • über Auslandsaufenthalte konnten sie interkulturelle Erfahrungen sammeln

Entsprechend hoch sind die Erwartungen der jungen Leute in die Jobmöglichkeiten. Und sie verbinden (zumindest unbewusst) ein stabiles und hohes Einkommen mit diesen Jobs.

Zugleich betonen die Vertreter der „Generation Y“ aber auch, sich nicht so „abrackern“ zu wollen wie Ihre Elterngeneration. Sie wollen sich ihre Unabhängigkeit bewahren. Strenge Hierarchien mit klaren Vorgeben werden emotional abgelehnt. Selbstbestimmtheit und Entscheidungsspielräume in der Tätigkeit werden erwartet.

Menschen, die schon länger im Berufsleben stehen, erleben häufig eine andere Herausforderung.

Sie konnten in Ihren Berufen bisher Erfolge erzielen und haben sich damit Anerkennung erworben. Der eine oder andere Leser hatte vielleicht schon den ruhigen Ablauf seines Berufslebens bis zum Ruhestand vor seinem geistigen Auge. Plötzlich werden Sie aber vom Leben gezwungen, sich neu zu orientieren.

Selbst große, bisher sicher geglaubte Unternehmen, fangen an zu wanken.

Die Mitarbeiter von VW sind erschrocken: „Unsere Autos sind garnicht so gut, wie Sie den Amerikanern angepriesen wurden. Und jetzt wollen sie, wie in den USA üblich, einen hohen Schadensersatz ?!?“ Die deutschen Kunden denken natürlich sofort darüber nach, dass Ihnen eine Entschädigung auch zustehen würde.

„Hält mein Arbeitgeber das finanziell durch? Können wir schnell genug neue Produkte (E-Autos?) in solch einer Menge anbieten, dass jeder Arbeitsplatz erhalten bleibt?“

Und das Wichtigste: Werde ich dabei noch gebraucht?

In einer Bank zu arbeiten war bisher ein angesehener und gut bezahlter Beruf.

Plötzlich auch hier Erschrecken:

  • Die Kunden kommen nicht mehr an den Bankschalter, um eine Überweisung zu tätigen.
  • Aus den Medien erfährt man, dass die hohen Gewinne der vergangenen Jahre mit unsauberen Methoden erzielt wurden (die Staatsanwaltschaft schaut immer mal wieder vorbei).
  • Die Kunden sind sehr misstrauisch geworden. Sie haben gelernt, dass Anlageversprechen von mehr als 2 Prozent ein hohes Risiko verbergen.
  • Beim sicheren Tagesgeldkonto gibt es kaum noch Zinsen, „da kaufe ich mir doch lieber eine neue Küche“.

Und plötzlich ist es nicht mehr schick und sicher, z.B. bei der Deutschen Bank zu arbeiten.

Soweit die Analyse

Was kann ich aber ganz konkret als einzelner Bewerber dafür tun, um nicht immer Spielball zu sein? Oder muss ich mich damit abfinden, ein Berufsleben in Unsicherheit zu verbringen?

Mein Rat:

Denken Sie von „ganz vorn“

Dafür möchte ich Sie auf einen interessanten Denkansatz aufmerksam machen.

Vor einiger Zeit bin ich auf Simon Sinek aufmerksam geworden. Er gibt Ihnen den Rat: „Fragen Sie nach dem Warum!“

Wie er dass genau meint, dass sehen Sie bitte in diesem TED-Vortrag selbst:

Entscheiden Sie für sich selbst:

  • Entweder sie trauern den „Guten alten Zeiten nach“, sind potentiell unzufrieden und verunsichert („nun kommen auch noch die Flüchtlinge!“).
  • Oder Sie suchen nach dem „Warum“ in Ihrem Leben.

Meine Überzeugung ist!

Wer das „Warum-Prinzip“ zu seinem eigenen Anspruch macht, wird immer eine  Stelle finden.

  • weil er dann in seinem Job gut ist
  • weil er längeres Arbeiten nicht als „Knechtung“ im Getriebe eines anonymen Unternehmens empfindet
  • weil ihm die Arbeit Spaß macht
  • weil er nicht „geschlaucht“ auf den Feierabend wartet

Ihre Karriere wird anders verlaufen!

  • Sie werden sich Ihre innere Unabhängigkeit bewahren.
  • Sie fühlen sich nicht auf Gedeih und Verderb Ihrem Arbeitsplatz ausgeliefert.
  • Sie erkennen rechtzeitig, wenn ihr Unternehmen „einrostet“, seine Ideale verliert und nur noch zur Geldmaschine wird.
  • Sie werden sich dann rechtzeitig und selbständig nach neuen Alternativen umsehen (oder selbst Ihr Business gründen).

Wenn Sie sich individuell zu Ihrem „Warum“ austauschen wollen, buchen Sie einen Termin mit mir.

P.S. Wer den Kontakt per Video nicht für das geeignete Mittel hält, dem kann ich bald ein neues Angebot machen. Seien Sie neugierig und folgen Sie diesem Link.

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