Ein später Start

Ein gesundes Jahr 2016!

Nein, in der ersten Januarwoche habe ich keinen Urlaub mehr gemacht.

Mich haben aber so viele Aufgaben und Ereignisse beschäftigt, dass ich mich nicht auf ein konkretes Thema für meinen Auftaktartikel 2016 konzentrieren konnte.

Keinesfalls wollte ich mich in die Unzahl der gut gemeinten Beiträge

„Wie erreiche ich im neuen Jahr meine Ziele?“

einreihen.

Wer diese Ratschläge sucht, wird im Internet und in der Ratgeberliteratur damit überschwemmt.

Und mal ehrlich – kennen wir eigentlich nicht alle Antworten schon? Ist uns nicht klar, dass man einfach weniger essen muss, wenn man abnehmen will? Dass man mehr Sport treiben muss, um einen kräftigeren Körper zu bekommen!?

Kennen wir nicht alle den Schuldigen – den „inneren Schweinehund“?

Ich gebe es gerne zu – auch ich habe noch meine Baustellen.

Zur Selbstdisziplin gehört, dass ich auch 2016 wieder wöchentlich einen Artikel auf diesem Blog zu veröffentlichen will. Deshalb habe ich mir heute, am Sonntag, fest vorgenommen, gleich nach dem Frühstück um 09:30 Uhr ans Stehpult zu gehen und mit diesem Artikel zu beginnen.

In meinem Artikel vom 30.November 2015 hatte ich Ihnen empfohlen, die Adventszeit zum Reflektieren zu nutzen. Dafür, die nächsten Schritte Ihrer Karriere- und Lebensplanung zu überdenken.

Diesen Anspruch habe ich natürlich auch an mich selbst gestellt. Dabei hat mich ein Thema besonders berührt:

  • Welche Auswirkungen wird die hohe Zahl der Menschen, die zu uns kommen, auf die Entwicklung unserer Gesellschaft haben?
  • Und was wird das für den Arbeitsmarkt bedeuten?
  • Was wird sich für die Menschen ändern, die auf der Suche nach einer neuen Stelle sind?

Ich persönlich bin der Meinung, dass die Ereignisse der letzten Monate wie ein Katalysator für unsere Gesellschaft wirken.

Probleme in Politik und Wirtschaft, die schon länger schwelten, kommen jetzt auf den Tisch. Längst überfällige Entscheidungen müssen endlich gefällt werden. Die Politik betonte bisher immer die Notwendigkeit von Kompromissen. Aber nicht jede Entscheidung kann im Kompromiss enden.

Um eine Stellen zu besetzen, kann ich mit vielen Bewerbern Telefoninterviews führen, das erste, zweite, vielleicht sogar ein drittes Vorstellungsgespräch ansetzen. Ich kann versuchen, mich durch Auswahlverfahren abzusichern. Aber letztendlich muss ich als Unternehmer oder Personaler eine Entscheidung treffen. Einem Kandidaten kann ich einen Arbeitsvertrag anbieten. Einen zweiten Bewerber vielleicht noch als „Plan B“ in Reserve halten. Aber allen anderen Menschen muss ich eine Absage schicken. Sie werden mir dann wahrscheinlich sogar dankbar sein. Endlich haben sie eine klare Aussage und können sich nun neuen Zielen zuwenden.

Mit meinem Vergleich zum Bewerbungsverfahren habe ich versucht, den Bogen von der „großen Politik“ zu meinem Thema zu ziehen:

Wie kann ich als Bewerber erfolgreich sein?

Ich bin der Meinung, dass sich der Arbeitsmarkt in den nächsten Jahren deutlich und immer schneller wandeln wird. Große Unternehmen werden es immer schwerer haben, ihren sicher geglaubten Platz zu behaupten (s. VW-Skandal). Damit werden sich die Erwerbsbiographien verändern. Kaum jemand wird sein Arbeitsleben in dem Betrieb und in dem Beruf beenden, in dem er ausgebildet wurde.

Dafür werden kleine, innovative Unternehmen an Bedeutung gewinnen. Diese benötigten aber einen ganz anderen Typ Arbeitnehmer: innovativ, selbstbewußt, mit eigenen Ideen. Menschen, die sich für ihre Arbeit begeistern und selbständig nach neuem Wissen suchen. Die aber auch mit Ausdauer und hoher Einsatzbereitschaft ihre Projekte abarbeiten.

Ich bin der festen Meinung: Wer seine Karriere wie ein Unternehmer plant und gestaltet, wird erfolgreich sein. Dabei spielt es keine Rolle, ob man in Deutschland oder an irgendeinem anderen Ort dieser Welt geboren wurde.

Ich freue mich besonders, dass ich mir seit Anfang Dezember eine eigene Meinung über das heiße Thema „ausländische Fachkräfte“ machen kann. Seitdem betreue ich einen Kurs von Menschen aus Syrien und dem Iran im Sprachunterricht mit dem Ziel der Integration auf dem deutschen Arbeitsmarkt. Aufmerksame Leser werden schon den neuen Menüpunkt „Joblexikon“ bemerkt haben.

Ich möchte noch einigen Wochen abwarten, ehe ich mich mit einer Einschätzung zu den Integrationsproblemen äußern werde. Sollten Sie näheres Interesse haben oder selber in solch einem Projekt tätig sein, freue ich mich natürlich über einen individuellen Erfahrungsaustausch.

Allen meinen Lesern, egal ob Sie deutscher Staatsbürger oder aus einen anderen Land gekommen sind, möchte ich auch 2016 mit meinen Erfahrungen oder Beratungen helfen.

Ich wünsche uns allen Frieden und Gesundheit!

Alles andere können wir mit unseren Köpfen und Händen selbst schaffen!

Ihr Detlev Hauenschild

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