Ein kleines Reisegepäck III

Ein kleines Reisegepäck III

Ein kleines Reisegepäck III

Sie sind eine engagierte Persönlichkeit, aber gegenwärtig arbeitslos und wollen schnell Erfolg bei Ihren Bewerbungen?

Keine schöne Situation, um in den Urlaub zu fahren.

Oder vielleicht doch?

  • um auf andere Gedanken zu kommen
  • die „Akkus aufzuladen“
  • seine Situation zu überdenken
  • die bisherigen Bemühungen kritisch zu überprüfen

Natürlich muss man vorher kritisch die Geldbörse prüfen und überlegen, ob man sich das Reiseziel leisten kann. Wenn dem so ist – genießen Sie die Zeit.

Wenn nicht – schauen Sie nach einer Möglichkeit, bei der Sie sich nicht durch ständiges Nachrechen die Erholung verderben.

Ich bin der Meinung, die Kraft, die Sie aus einem gelungenen Urlaub ziehen, wird sich anschließend für Sie auszahlen.

In meinem ersten Artikel meiner Serie „Ein kleines Reisegepäck“ hatte ich es schon beschrieben – die Personalabteilungen arbeiten gegenwärtig auch nur im „Urlaubsmodus“. Jetzt zu große Hoffnungen in eine schnelle positive Wendung zu setzen, kann leicht zu noch größerer Enttäuschung führen.

Natürlich sollen Sie Ihre Bemühungen nicht einstellen. Das Internet ermöglicht Ihnen auch im Urlaub Stellenangebote zu verfolgen. Mit der richtigen technischen Ausstattung können Sie auch Bewerbungen versenden.

Die Zeit ist aber mindestens ebenso sinnvoll genutzt, wenn Sie sich neben der Erholung einige Fragen beantworten:

  • Warum hatte ich bisher noch keinen Erfolg? – Wen kann ich dabei um Rat fragen?
  • Ist mein Wissen noch aktuell und ausreichend? – Wie kann ich es auf den erforderlichen Stand bringen?
  • Muss ich meine berufliche „Richtung“ ändern? – Was würde mir mehr liegen?
  • Wie ist meine mentale und körperliche Verfassung? – Falls notwendig, wie kann ich diese verbessern?

Das sind nur vier sehr grundlegende Fragen. Zu diesen und vielen weiteren Überlegungen habe ich schon in meinen Artikeln zur Bewerberberatung meine Erfahrungen beschrieben.

Am wichtigsten erscheint mir: kapseln Sie sich nicht ab, verzweifeln Sie nicht!

failure is not an option – Scheitern ist keine Option

Sprechen Sie mit der Familie und Freunden, aktivieren Sie Ihr Netzwerk!

Scheuen Sie sich auch nicht, externe Hilfe anzunehmen.

Schieben Sie Misserfolge nicht auf Äußerlichkeiten. Denken Sie immer an meinen Grundsatz: Unternehmer stellen Sie ein, damit Sie an Ihrem Arbeitsplatz einen Nutzen für die Firma stiften.

Nutzen Sie die Zeit der Besinnung im Urlaub, um diesen nochmals zu definieren:

  • Was genau können Sie als Arbeitnehmer bieten?
  • Worin sind Sie am besten?
  • Was können Sie sofort ohne Einarbeitung?
  • Welche konkreten sozialen und fachlichen Erfahrungen zeichnen Sie aus?
  • Wofür begeistern Sie sich, was geht Ihnen besonders leicht von der Hand?

Schreiben Sie sich diese Punkte ruhig auf und überarbeiten Sie diese Selbstpräsentation einen Tag später nochmals. Überzeugen Sie anschließend ohne schriftliche Hilfe eine andere Person von Ihren Qualitäten.

Ich bin in meinen Beratungsgesprächen immer wieder überrascht, wie schwer sich viele Menschen damit tun, sich selbst dazustellen. Dabei kennen sie doch sich und ihren Werdegang am besten!?

Wenn Sie mit Ihrem überarbeiteten Profil zufrieden sind, dann legen Sie es ruhig zur Seite und genießen die letzten Urlaubstage.

Der Neustart in die Bewerbungen nach Ihrer Rückkehr wird Ihnen umso leichter fallen.

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