Das Zünglein an der Waage

Ihr 100-Tage-Programm

Ihr 100-Tage-Programm

Langsam biegen Sie auf die Zielgerade Ihrer Bewerbung ein.

Stellenanalyse, Lebenslauf, Anschreiben, Telefoninterview und Erstgespräch haben Sie erfolgreich gemeistert. Nun sitzen Sie im Zweitgespräch und haben den möglichen Arbeitsvertrag vor Augen.

  • Die Menschen, die Sie bisher im neuen Unternehmen kennengelernt haben, sind Ihnen sympathisch. Sie würden gern mit Ihnen zusammenarbeiten.
  • Die Aufgabe reizt Sie. Sie sehen gute Entwicklungschancen für Ihre weitere berufliche Laufbahn.
  • Auch was Sie über die Arbeitsbedingungen erfahren haben, spricht Sie an.
  • Das Unternehmen scheint an den richtigen Stellen zu investieren und ist damit „fit für die Zukunft“.

Was können Sie jetzt noch tun, um als Sieger der Bewerberauswahl die Ziellinie zu überqueren?

Zeigen Sie, welchen Nutzen die Einstellung Ihrer Person bringt! Das Sie schon heute Ideen haben, welche das Unternehmen bereichern würden!

Bringen Sie Ihr 100-Tage-Programm mit!

Sie haben sich doch in den letzten Wochen intensiv mit den Produkten, den Technologien und den Abläufen in der Firma beschäftigt.

Immer wieder haben Sie gedanklich abgeglichen, welche nützlichen Erfahrungen Sie bei früheren Arbeitgebern erworben haben.
Sie haben dabei auch an Ihre Fehler und „Pleiten“ gedacht. Und was noch wichtiger ist – was Sie daraus gelernt haben.

Bestimmt sind Ihnen auch schon Punkte aufgefallen, die Sie verändern würden.

Wo sie der Meinung sind, Sie könnten es besser.

Wo Sie Betriebsblindheit bemerkt haben.

Vielleicht schlummert sogar ein Gedanke in Ihnen, mit dem Sie eine Entwicklung anstoßen könnten, die dem Unternehmen ganz neue Chancen am Markt eröffnen würde?

Bringen Sie dies alles zu „Papier“ (oder auf Power Point).

Erscheinen Sie somit nicht nur als „Bittsteller“ zum Zweitgespräch. Sondern als eine kompetente Person mit eigenen Visionen.

Zeigen Sie Ihren zukünftigen Vorgesetzten, dass Sie eine echte Bereicherung für das Unternehmen wären.

Welche Mittel sollten Sie dazu wählen?

Üblicherweise nutzen Sie ein Präsentationsprogramm wie z.B. Power Point.

Sie haben ja schon einen guten Draht zur Assistenz aufgebaut. Erkundigen Sie sich, ob Ihnen ein Beamer zur Verfügung stehen würde.

Trotzdem empfehle ich Ihnen, parallel dazu auch Ausdrucke einzupacken. Nehmen Sie so viele Exemplare mit, wie Ihnen Gesprächsteilnehmer angekündigt wurden. Dazu noch ein Exemplar für sich und eines als Reserve, falls eine Person mehr erscheint.

Geizen Sie hier nicht! Wenn Sie etwas machen, dann richtig. Nutzen Sie Farbdruck und stecken Sie jedes Exemplar in einen saubere Mappe.

„Ziehen“ Sie eine elektronische Kopie auf einen USB-Stick, eventuell auch noch auf eine CD.

Damit sind Sie für alle Eventualitäten gerüstet. Jeder Gesprächsteilnehmer kann Ihre Gedanken verfolgen und später nachlesen. Und Sie sind unabhängig von allen Tücken der Technik.

Was sollten Sie inhaltlich anbieten?

Zeigen Sie, dass Sie die Herausforderung der angestrebten Position verstanden haben.

Drücken Sie mit Ihrer Vorbereitung aus, wie wichtig Ihnen die Stelle ist!

Natürlich sollen und können Sie nicht zu sehr ins Detail gehen. Dafür fehlen ihnen einerseits die Kenntnisse. Sie haben auch nicht den Entwicklungsweg des Unternehmens mit allen seinen Problemen und Widersprüchen am eigenen Leib erlebt.

Sie müssen auf jeden Fall vermeiden, dass Ihre Gedanken besserwisserisch oder belehrend erscheinen.

Überfrachten Sie die einzelnen Folien nicht. Wenige, klare Stichworte reichen.

Seien Sie sehr vorsichtig mit konkreten Zahlen. Wenn Sie sich jetzt zu sehr festlegen, könnten Neider das später gegen Sie verwenden. Schnell haben Sie dann den Ruf:

„Als Tiger gesprungen und als Bettvorleger gelandet!“

Mit vorsichtig-realistischen Prognosen unterstreichen Sie jedoch Ihre Fach- und Branchenkompetenz.

Eine gelungene Präsentation Ihres 100-Tage-Programms kann das Zünglein an der Waage sein, Ihnen die Stelle anzubieten.

Dann treten Sie in die konkreten Verhandlungen zum Arbeitsvertrag ein.

Dabei helfe ich Ihnen in der kommenden Woche.

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